Technische Dokumentation und Dokumentenmanagement-Systeme (DMS)

Auswirkungen der Einführung eines Dokumentenmanagement-Systems auf die Arbeit von technischen Redakteuren

Die größten Veränderungen bei Einführung eines Dokumentenmanagement-Systems müssen die Redakteure bewältigen. Für sie gilt es nicht nur ein neues System zu erlernen, sondern eine komplett neue Arbeitsweise. Sie werden aufgefordert, technische Dokumentation nicht mehr im Ganzen zu betrachten, sondern müssen lernen sie als ein Mosaik aus einzelnen Elementen zu sehen. Dies bedeutet schreiben und denken in kleinsten Texteinheiten.

Das modularisierte Schreiben erfordert höchste Abstraktionsfähigkeit, um eine möglichst hohe Wiederverwendbarkeit und der Einheitlichkeit der Daten zu erreichen. Diese Arbeitsweise hat nur noch wenig mit der bisher gewohnten zu tun. Das sogenannte Layouten beschränkt sich nur noch auf das Erstellen der Formatvorlagen. Auch der übliche letzte Schliff am Handbuch vor Auslieferung ist im Prinzip nur noch in Ausnahmefällen notwendig und zulässig.

Hinzu kommen neue Aufgaben. Zusätzlich zum Schreiben der Textmodule muss der Redakteur den Modulen bestimmte Eigenschaften (Attribute) zuweisen, die ein Wiederfinden und Verwalten im DMS ermöglichen (z.B. Dokumententyp, Abschnitt im Handbuch)

Es ist für die Akzeptanz und damit auch für den Erfolg dieses Modularisierungs-Projektes von entscheidender Bedeutung, die technischen Redakteure von Anfang an in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

 

 

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